Impfpflicht

Joachim Caspary Private Website

Impflicht  

„Pflicht“ oder „Zwang“?
In der Diskussion über die Impfpflicht geraten auch in den Medien häufig die Begriffe „Pflicht“ und „Zwang“ durcheinander. Viele Impfgegner werfen diese Begriffe gerne absichtlich in einen Topf, wenn sie das Horrorszenario der von Polizisten gewaltsam dem Impfarzt vorgeführten Impfunwilligen heraufbeschwören. 
Eine moralische Impfpflicht existiert schon spätestens seit die Intensivstationen mit Nichtgeimpften volllaufen und Unfallopfern sowie anderen Schwerkranken die Plätze und das Personal wegnehmen. Eine gesetzliche Impfpflicht könnte – um zu wirken – mit klugen Sanktionen verknüpft werden, z.B. strikte Kontrolle der 2-G-Regelung, Verbot am Arbeitsplatz zu erscheinen, erhöhter Beitrag zur Krankenversicherung. 
Die amerikanische Fluggesellschaft United Airlines macht es vor: Wenn jemand im Flugzeug die Maske verweigert drückt das Personal diesem eine kleine Karte in die Hand mit dem Text: „Letzte Warnung, wenn Sie keine Maske tragen, sperren wir Sie für United-Flüge." Die Flugbegleiter gehen dann weg, das Flugzeug landet und der hartnäckige Maskenverweigerer wird als Kunde gesperrt. So werden Konflikte entschärft und der Verweigerer muss sich entscheiden.
Bleiben die hartnäckig Impfunwilligen, welche sich privat treffen, früher oder später infizieren und möglicherweise im Krankenhaus landen. Dies kann das Gesundheitssystem ertragen, indem durch den Nichtgeimpften-Zuschlag auf die Krankenversicherung ausreichende Kapazitäten finanziert werden.

Joachim Caspary
24.11. 2021
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