Wir sind wahnsinnig

Joachim Caspary Private Website

Wir sind wahnsinnig  

Texte von Joachim Caspary

Vorwort

Zunächst möchte ich definieren, wen ich mit „wir“ meine: Die weitaus größte Anzahl der Menschen, egal wo sie leben. Also fast alle. Eine Ausnahme bilden generell die Kinder, solange sie noch unschuldig und nicht „erzogen“ sind. 

Des Weiteren möchte ich definieren, was ich mit „wahnsinnig“ meine: Wahnhaftem Denken verfallen. Mit unseren Sinnen stehen wir in Kontakt zur Außenwelt und unser Hirn interpretiert die Sinneseindrücke zu einem Gesamtbild unserer Umwelt. Wir nehmen diese jedoch nicht wahr wie sie wirklich ist, sondern erliegen zahlreichen Illusionen und Wahnvorstellungen, die uns folglich zu vielen irrationalen Handlungen führen. Hierin sind die meisten Konflikte begründet, welche unser Zusammenleben belasten; vom Ehestreit bis hin zum Krieg.

Mit meinen Ausführungen möchte ich darlegen, wie viele unserer Denkweisen, Gefühle und Handlungen völlig wahnsinnig sind. Wir leben mit vielfältigen Wahnvorstellungen, ohne uns dessen bewusst zu sein. 

Wir Menschen werden zunächst frei von Wahnvorstellungen geboren und dann leider erst beim Heranwachsen von Eltern, anderen Familienangehörigen, Erziehern, Lehrern, Priestern und anderen Personen unserer Umwelt in absurde Gedankenwelten eingeführt und langsam an die verrückten Zustände gewöhnt, in denen wir dann leben.

Der Beweis für meine These ist leicht darin zu finden, dass die meisten Menschen z.B. beim Umgang mit Personen aus anderen Kulturen oder Religionen deren Verrücktheit erkennen, aber nicht in der Lage sind, ihre eigenen Wahnvorstellungen zu erkennen und zu korrigieren.

Vielleicht geht dem einen oder anderen Leser ein Licht auf und er beginnt, eigene Verrücktheiten zu erkennen und im zweiten Schritt sogar die Konsequenz zu ziehen und sein Verhalten zu ändern. Die zwei größten Hindernisse auf diesem Weg sind allerdings der Mangel an Fähigkeit zur Selbstkritik und zur Änderung von Gewohnheiten.

Sport

Der Sport ist eigentlich eine schöne und nützliche, aber vor allem gesunde Sache. Eigentlich. Bewegung trainiert die Muskeln, bringt den Kreislauf in Schwung, baut Fette ab. Sport kann uns auch die Natur näherbringen und in Kooperation oder Konkurrenz mit anderen Mitmenschen Freude an der Gemeinschaft und Kameradschaft erwecken. Hier beginnt jedoch durch wahnhafte Übertreibung des Konkurrenzgedankens das Malheur. Das Messen der Kräfte lässt viele Kameraden zu Gegnern und schließlich zu Feinden werden. Die Wettkämpfe entwickeln sich zu einem Ersatzkrieg. Es wird gekämpft bis zur Erschöpfung und Verletzung, es wird geschimpft und geschrien, es wird sinnlos randaliert. Dabei sind "Freund" und "Feind" leicht austauschbar: Ist der Sportler des gegnerischen Teams heute noch mein Feind, ist er morgen in der Nationalauswahl mein Freund. Geschäftstüchtige Sportler und Manager kassieren von Zuschauern und Werbe-Sponsoren riesige Summen und werden steinreich. Manchen Sportarten sind sehr gefährlich und viele Zuschauer ergötzen sich an den Verletzungen oder schweren Unfällen, ähnlich dem Publikum der römischen Gladiatoren-Kämpfe. Die allergrößte Mehrheit der am "Sportgeschehen" teilnehmenden Menschen sitzt mit einer Flasche Bier und einer Tüte Chips vor dem Fernseher und regt sich auf über Sieg oder Niederlage der von ihm favorisierten Akteure. So ist der "Sport", der eigentlich gesund sein soll, zu einem riesigen Schaugeschäft geworden, den man besser als "Sportshow" oder "Sporttheater" bezeichnen sollte.

Militär und Krieg

Ursprünglich war der Gedanke, gemeinsam die eigene Gruppe zu schützen und gegen Angriffe zu verteidigen, eine gute Sache. Mit der Zeit haben die Menschen dieses Verhalten durch Weiterentwicklung der Waffentechnik so übertrieben, dass es das Gegenteil bewirkt, nämlich unsägliches Leid vieler unschuldiger Personen.

Eine der absurden Verhaltensweisen, die man fast täglich in den Medien beobachten kann, ist das Auftreten von Soldaten in Bewegungen, welche man mit Gleichschritt oder Marsch bezeichnet. Die Personen werden trainiert, ihre Motorik möglichst gleichförmig und maschinenhaft auszuführen. Dieses Verhalten kann gelegentlich bis hin zum „Stechschritt“ bzw. "Paradeschritt" kulminieren. Obwohl die derzeitige militärische Ausbildung von Soldaten ein hohes Maß an technischem Können und schneller Entscheidungsfähigkeit verlangt, werden sie gezwungen sich in einer Marschordnung zu bewegen, welche die Kriegsführung vergangener Jahrhunderte nachempfindet. Die geht zurück bis ins Mittelalter, in dem Ritter vor oder nach dem Kampf ihr Visier hochklappten um sich zu erkennen zu geben; bis heute der militärische Gruß. Der wahre Grund der Disziplinierungen wie Marschordnung, lautes Gebrüll, aufputschende Musik usw. ist: Das individuelle Denken und Entscheiden soll dem Prinzip von Befehl und Gehorsam untergeordnet werden, um effizient Gewalt auszuüben, ohne Abwägungen, Diskussionen oder Nachdenken über die Folgen. So lassen sich die Betroffenen zu seelenlosen Robotern umfunktionieren, welche jegliche Befehle „von oben“ ausführen ohne dafür Verantwortung zu übernehmen. 

Es ist offensichtlich, dass Soldaten trainiert werden um Gewalt auszuüben. Mit Waffen kann man drohen, verletzen oder töten, aber nicht verhandeln. Mit Panzern kann man nichts als große Löcher schießen, in Gegenstände die mühsam erschaffen wurden. Mit Kampfflugzeugen und Raketen kann man nichts als unsägliches Leid und Zerstörung über Menschen und Natur bringen.

Die Rüstungsspirale dreht sich mit der technischen Entwicklung immer weiter und führt dazu das nicht nur angreifende "Feinde", sondern zunehmend unschuldige Zivilisten verletzt und getötet werden, ja die ganze Menschheit und Natur von der nuklearen Vernichtung bedroht ist.

Obwohl wir das eigentlich alles wissen, leben wir in der Wahnvorstellung mehr und bessere Waffen würden uns "Sicherheit" bringen. Sicherheit kann aber nicht durch Bedrohung sondern nur durch Frieden und Vertrauen entstehen, die friedliche Beilegung von Konflikten entsteht durch Diplomatie, welche Verhandlungs- und Kompromissbereitschaft voraussetzt.

Wir leben in dem Wahn, mehr Rüstung bringe Sicherheit und Frieden, dabei führt sie immer wieder zum Krieg. 

Aberglaube und Religion

Obwohl der Aberglaube meist als minderwertig der Religion gegenüber angesehen wird, ist er doch eigentlich das Gleiche: Die Antwort auf Fragen, welche uns als denkende Menschen bewegen, sich aber noch nicht restlos rational oder wissenschaftlich erklären lassen: Wer hat die Welt erschaffen, warum leben wir, warum gibt es soviel Leid und Ungerechtigkeit, gibt es eine ausgleichende Gerechtigkeit und was passiert mit uns nach dem Tode? 

Die Unterschiedlichkeit der Antworten welche verschiedene Religionen auf diese Fragen gegeben haben, hätten einem logisch denkenden Menschen eigentlich schon lange zu denken geben müssen, dass da mit den religiösen Inhalten etwas nicht stimmen kann. Liegen immer nur die anderen Religionen falsch mit ihrem Glauben, oder sind wir nicht selbst auch Wahnvorstellungen aufgesessen, die uns seit unserer Kindheit begleiten? Warum haben die meisten Menschen ihren Glauben nicht aus eigenen Erkenntnissen, sondern aus den Vorstellungen der Kultur, in der sie aufwuchsen? Ist es wirklich so, dass ein oder mehrere Götter die Welt erschaffen haben oder haben nicht vielmehr die Menschen in unterschiedlichen Zeiten und Kulturen diverse Götter erschaffen?

Die Wissenschaft hat, besonders in den letzten fünfhundert Jahren, viele einstmals unerklärliche Vorgänge, welche Inhalt verschiedener Glaubenslehren waren, erklären können. Trotz anfänglicher Bekämpfung durch die Kirchen sind die Darwinsche Evolutionslehre und die astronomischen Erkenntnisse inzwischen allgemein anerkannte Wissenschaften. Diverse Religionen sind untergegangen an ihren absurden Vorstellungen von Gottheiten und kosmologischen Vorstellungen. Wer glaubt heute noch an die alt-ägyptischen Religionen, die griechischen oder römischen Götter der Antike, oder die Götter der Wikinger, Kelten, Teutonen, Germanen? Dennoch trotzen etablierte Religionen noch immer logischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Selbst viele gebildete und intelligente Menschen glauben immer noch daran, dass gewisse Glaubenslehrer von Göttern gezeugt, als Götter geboren wurden und mit ihrem Leib die Erde Richtung Kosmos verlassen haben. Obwohl in Europa inzwischen die Anzahl der Gläubigen sehr im Schwinden begriffen ist, hängen immer noch etwa die Hälfte der Bevölkerung religiösen Wahnvorstellungen an und werden kirchliche Strukturen mit Steuergeldern subventioniert. Ein Teil der anderen Hälfte lässt sich nur noch gelegentlich bei Hochzeiten oder Beerdigungen dazu hinreißen, religiöse Bräuche als eher folkloristische Handlungen zu vollziehen. Leider bringen viele der Flüchtlinge nun wieder ähnliche Wahnvorstellungen zu uns, wie die welche wir seit den letzten paar hundert Jahren langsam überwinden.

Gewohnheiten

Viele Gewohnheiten sind nützliche Helfer, welche es uns leichter machen, notwendige aber lästige Verhaltensweisen auszuführen oder zu unterlassen. Hierzu gehören Höflichkeiten gegenüber anderen ebenso wie Aufräumen an festgelegte Orte, Hygienemaßnahmen usw.

Leider haben sich allerdings bei den meisten Menschen viele Gewohnheiten wahnhaft verfestigt, deren ursprünglicher Sinn nicht mehr vorhanden ist aber deren Ab- bzw. Umgewöhnung ihnen sehr schwer fällt oder unmöglich erscheint. Ich möchte hier stichwortartig einige Beispiele aufführen:

  • Alle finden es normal, dass Häuser Kamine oder Antennen auf dem Dach haben, viele finden eine Klimaanlage aber als Verschandelung der Hauswand.
  • Wir schütteln Hände (ursprünglich Beweis, dass darin keine Waffe verborgen ist), mokieren uns über Moslems welche stattdessen eine Verbeugung mit Hand auf dem Herzen vollführen.
  • Viele akzeptieren Glockengeläut aber nicht den Ruf des Muezzin.
  • Viele genießen Motorenlärm wenn sie selbst im Sportwagen oder auf dem Motorrad fahren und haben kein Verständnis für die, welche darunter leiden müssen.
  • Wir sind empört, wenn Hunde gegessen werden, essen aber andere genauso hochentwickelte und leidende Tiere.
  • Viele glauben, ohne Feuerwerk und Böller keine Neujahrsnacht überstehen zu können. Das kostet viel Geld, erschreckt die Tiere und schadet der Luftreinheit enorm.
  • Es werden massenweise Bäume am Straßenrand abgeholzt, weil man behauptet, sie seien gefährlich für den Straßenverkehr. Was kann ungefährlicher sein als ein gesunder friedlich dastehender Baum. Gefährlich sind die Menschen, die ihr Fahrzeug nicht kontrollieren können.
  • Für manche ist es ein Drama zum Schutz anderer und seiner selbst vor Infektion einen Mundschutz zutragen, ich habe aber noch keinen gesehen, der in der Öffentlichkeit mit nacktem Po herumläuft, weil ihm das Tragen einer Hose unzumutbar erscheint.


Überprüfen wir unsere Gewohnheiten und unser Handeln auf ihren Sinn und stellen uns um, wenn anderes sinnvoller ist!

Liebe

Der Begriff „Liebe“ ist wohl einer der schillerndsten und umstrittensten in unserer Sprache und in unserem Denken. Man frage nur andere, was wohl Liebe für ihn oder sie bedeutet und wird eine Vielzahl von verschiedenen Antworten erhalten. Weitgehend Einigkeit mag darin bestehen, das Gefühl einer Mutter zu ihrem Kind als Liebe zu verstehen. Wenn man dann aber auf das Verhältnis zwischen Lebenspartnern zu sprechen kommt, spricht man meist immer noch von Liebe, wenn es in Wirklichkeit um ganz andere Dinge geht: Erotische Attraktion, sexuelle Abhängigkeit, finanzielle Sicherheit, gesellschaftliche Position, wirtschaftliche Notwendigkeit, Gewohnheit, Besitzanspruch am Partner, Angst vor dem Alleinsein oder sogar vor Gewalt sowie Mischungen aus diesen Tatsachen sind die wirklichen Motive, weshalb die meisten Menschen Ihre Beziehungen eingehen oder weiterführen. 

Um die wahren Gründe nicht vor sich und anderen zugeben zu müssen, reden die Meisten sich wahnhaft ein, ihre Beziehung sei Liebe. Wie kann es aber Liebe sein, wenn ein Partner den anderen unterdrückt, beleidigt, seiner Freiheit beraubt, Gewalt ausübt oder sogar tötet; wenn am Ende einer Beziehung meist nicht der Wunsch vorherrscht, dem bisherigen Partner Leid zu ersparen, ihm den Übergang in einen neuen Lebensweg zu erleichtern, dessen neuen Partner als Freund zu akzeptieren, die Besitztümer gerecht zu teilen, ja weiterhin Freundschaft auch zum Wohl eventueller Kinder zu pflegen? Der meist übliche Scheidungskrieg entlarvt die wirklichen Motive und beweist die Wahnhaftigkeit und Verrücktheit der Beziehung.

Speziezismus

Obwohl wir seit Darwin wissen, dass es zwischen uns Menschen und den Tieren keinen substantiellen biologischen Unterschied gibt, führen wir uns als absolutistische Herrscher über alle Lebewesen auf. Dank unserer überlegenen Fingerfertigkeit, dem aufrechten Gang der die Hände frei macht zur Fertigung komplizierter Gegenstände und der Entwicklung unserer Stimmbänder, welche eine sehr differenzierte Kommunikationsweise ermöglicht, habe wir Menschen in den letzten paar tausend Jahren eine beispiellose Entwicklung genommen. Zwar können manche Tiere schneller laufen, besser sehen oder hören, höher fliegen und tiefer schwimmen als wir Menschen. Dennoch maßen wir uns an, die Erde und alle Lebewesen zu dominieren. Schon in der Bibel sagt Gott zum Menschen: "Macht Euch die Erde untertan". Er wäre besser zitiert worden mit dem Gebot: "Lebt in Harmonie mit der Erde und allen Lebewesen!". Wir behaupten, ein Stück Land gehöre einem oder mehreren Menschen, obwohl es doch genauso auch den darauf befindlichen belebten und unbelebten Dingen gehört. Mit diesem "Grundbesitz" verfahren wir nach Gutdünken und ohne Rücksicht auf diese anderen Wesen: Wir verkaufen, gestalten, bebauen, vergiften ihn ohne jemals auf die Idee zu kommen, das die anderen Wesen darauf auch Lebensrechte haben könnten. Das "Recht" ist eben von Menschen gemacht und doch soll es für alle Wesen gelten; was für eine Anmaßung! https://www.peta.de/speziesismus

Qualzucht

Seit langen haben die Menschen gelernt, Pflanzen und Tiere nach ihren Bedürfnissen zu züchten. Es ist verständlich, dass man Lebewesen vermehrt, welche für unsere Ernährung oder Unterhaltung günstige Eigenschaften aufweisen. Gräser mit großen Körnern, wohlschmeckendes Obst und schöne Blumen zu züchten, ist sicher nützlich, wenn man bei der Zucht auch darauf achtet, schädliche Eigenschaften nicht auch im Erbgut entstehen zu lassen. Leider lassen viele Menschen aber ihren Wahnvorstellungen bezüglich besonders skurrilen Rasse-Eigenschaften freien Lauf, selbst wenn die "Produkte" stark darunter leiden. Hierzu gehören besonders unsere besten Freunde im Tierreich, die Hunde. Früher hat man noch nach praktischen Erwägungen gezüchtet, etwa Jagdhunde welche schnell laufen können, starke Hunde zum Schutz von Herden oder kleine Hunde als flauschige Hausfreunde. Inzwischen werden viele Rasse-Anforderungen maßlos übertrieben. Das Beschneiden von Ohren und Schwänzen, damit sie unseren Schönheitsidealen besser entsprechen, ist bei uns zum Glück für die ansonsten verstümmelten Tiere inzwischen verboten. Immer noch werden Hunden die Nasen weggezüchtet, um ihnen ein Aussehen zu verleihen welches unserem Kindchenschema entspricht. So können die armen Tiere kaum mehr atmen, der wichtige Geruchssinn verkümmert, die Augen quellen hervor und das Schwitzen über Zunge und Nase kaum möglich ist. Hierzu gehören Rassen wie Mops, Chihuahua, Pekinese. Anderen werden die Haare weggezüchtet ("Nackthund"), die Beine stark verkürzt (Dackel). Manche sollen besonders aggressiv wirken ("Kampfhunde"), riesig sein oder winzig für die Damenhandtasche. Selbst der beliebte deutsche Schäferhund soll aus unerfindlichen Gründen hinten kürzere Beine haben als vorne, so dass er einen abfallenden Rücken aufweist; quälende Hüftgelenkprobleme werden dabei (von den Haltern!) in Kauf genommen. Dies alles geschieht in grober Missachtung des deutschen Tierschutzgesetzes, welches solche Qualzüchtungen zwar verbietet, aber gegen die Traditionen, Modeverrücktheiten und Rassezucht-Organisationen nicht durchgesetzt werden kann.

Unsere Erde

Auf unserem Planeten hat sich im Laufe von einigen Milliarden Jahren ein zerbrechliches Ökosystem entwickelt, das immer wieder von inneren oder kosmischen Katastrophen durcheinander gebracht wurde. Über 99% alle Arten, die auf der Erde lebten sind längst wieder ausgestorben. Mit uns Menschen hat sich seit etwa einer Million Jahren eine Art entwickelt, welche die Oberfläche der Erde verändert. Durch die technischen Möglichkeiten und die exponentielle Zunahme der Erdbevölkerung wir der Lebensraum Erde in immer schnellerem Maße verschmutzt und zerstört. Dieser Wahnsinn wird nicht aufhören, bis die Erde durch eine nukleare (Atomkrieg), biologische (Pandemie) oder kosmische Katastrophe von der Menschheit befreit sein wird.

Tod

Der Tod ist das normalste der Welt. Ohne ihn könnte es kein Leben geben, denn das Leben ist ein Kreislauf, ein fortlaufender Prozess von Entstehen und Vergehen. Aus dem Abgestorbenen entsteht neues Leben. Ohne Tod könnte kein neues Leben entstehen und die Welt wäre voller Jahrmillionen alter Lebewesen. Es gäbe keine Kindheit und Jugend, keine neuen Ideen, keinen Fortschritt. Obwohl wir das alles wissen, sehnen wir uns nach dem „ewigen Leben“, wollen den Tod besiegen. Die Pharaonen haben das durch Einbalsamierung versucht, reiche Mitbürger lassen sich einfrieren in der Hoffnung, die Entwicklung der Medizin könne ihre Krankheit später einmal nach dem Auftauen heilen; die moderne Wissenschaft arbeitet ebenfalls daran, Unsterblichkeit zu erreichen. Obwohl die Absurdität dieser Idee auf der Hand liegt, klammern wir uns an solche Wahnvorstellungen. 

Ein indischer Weiser hat einmal gesagt, der Tod sei doch eigentlich viel besser als das Leben: Im Leben kämpfen wir ständig gegen Krankheiten; im Tode nicht. Im Leben kämpft der Arme darum reich zu werden, der Reiche hat ständig Angst sein Vermögen durch Raub, Betrug, Feuer, Wertverfall usw. zu verlieren; im Tode spielt das keine Rolle mehr. Im Leben haben wir ständig Angst vor dem Tod; im Tode nicht mehr. Fazit: Sehen wir dem Tod gelassen entgegen; er erlöst uns von allen Ängsten und Leid.

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